sleeping_babyWer davon ausgeht, dass nur Erwachsene schnarchen, der hat noch nie gehört, wie laut auch Kinder im Schlaf sein können. Eltern, die merken, dass ihre Kinder schnarchen, machen sich meist viele Sorgen und denken, dass dies auf ein Problem hindeuten kann. Doch nicht immer muss das Schnarchen bei Kindern auch ein Hinweis auf eine Krankheit sein.

Schlafstörungen bei Kindern

Es gibt einige internationale Studien die deutlich machen, dass bereits Kinder unter Schlafstörungen leiden. Rund 20 bis 40% der Kinder sind betroffen und nicht selten ist eine Schlafapnoe der Grund dafür. Ein Indiz für eine solche Apnoe kann das Schnarchen sein. Rund 10 Prozent aller Kinder sind von einem ständigen Schnarchen betroffen. Besonders häufig betroffen sind Kinder in einem Alter von vier bis sechs Jahren. Auf Geschlechter verteilt wird deutlich, dass Jungen häufiger betroffen sind als Mädchen. Jedes fünfte Kind, das von Schnarchen betroffen ist, leidet unter einer Apnoe. Davon wird dann gesprochen, wenn die Atemaussetzer länger als 10 Sekunden andauern. Grund für die Apnoe ist es, dass die Zungen- und auch die Gaumenmuskulatur erschlafft. Auch vergrößerte Gaumenmandeln können ein Grund sein.

Wenn der Atemstillstand vorbei ist, dann erfolgt ein besonders tiefer Atemzug. Auch wenn die Kinder das nicht bemerken, so haben sie dennoch einen sehr unruhigen Schlaf und kommen nicht zur Ruhe. Das heißt, sie können sich nicht vom Tag erholen. Wenn die Atemaussetzer sogar länger als 20 Sekunden dauern, dann wird ein Tiefschlaf unmöglich. Gleichzeitig verringert sich der Sauerstoffgehalt des Blutes. Auf die Dauer können daraufhin schlimme Folgen entstehen, so dass Eltern, wenn sie feststellen, dass ihr Kind schnarcht, das zumindest einmal überprüfen zu lassen. Symptome für eine Schlafapnoe können sein:

  • dauerhaftes Schnarchen
  • Atmung durch den Mund
  • Sehr unruhiger Schlaf
  • Untergewicht des Kindes
  • Minderwuchs des Kindes
  • Häufige Erkrankungen
  • Aggressivität

Eltern sollten allein bei einem Anzeichen durchaus aufmerksam werden und dies abklären lassen.

Welche Therapien gibt es?

Interessant für Eltern ist natürlich die Frage nach den Möglichkeiten zu Therapien, die sich für das Schnarchen und die Schlafapnoe anbieten. Dafür müssen erst einmal die Gründe herausgefunden werden, die als Ursache für die Apnoe möglich sind. Ein häufiger Grund, der gar nicht so bekannt ist, ist das Übergewicht. Zudem wird der Arzt überprüfen, ob Polypen vorliegen oder möglicherweise die Rachenmandeln stark geschwollen sind. Dies kann durch einen operativen Eingriff korrigiert werden. Es gibt zudem Kinder, die einen Kiefer haben, der verengt ist und daher das Schnarchen verursacht. Atemtherapiemasken können an dieser Stelle die richtige Wahl sein. Für Kinder kann es jedoch schwierig sein, mit diesen Masken umzugehen, daher werden sie vor allem bei größeren Kindern eingesetzt.

Schnell behandeln

Wenn die Schlafapnoe unbehandelt bleibt und Eltern das Schnarchen nicht als ein Gefahrensignal sehen, dann kann sich dies auf Dauer auf das Verhalten der Kinder auswirken. Konzentrationsstörungen sowie eine ausgeprägte Hyperaktivität gehören hier beispielsweise mit dazu. Wenn die Entwicklungsstörungen erst einmal

eingetreten sind, dann besteht keine Möglichkeit mehr, hier anzusetzen und diese wieder in den Griff zu bekommen. Daher sollten Eltern schnell reagieren und mit dem Arzt die möglichen Therapien besprechen.